Otterfing setzt auf erneuerbare Energien – das zeigt die Beteiligung am Bürgerwindpark Hofoldinger Forst. Doch die gesamte Last der Windkraft für das Oberland soll nicht allein auf der Gemeinde lasten!
In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde deutlich: Die Konzentration der Vorrangflächen im Norden ist unverhältnismäßig. Der Gemeinderat (CSU) fordert daher eine faire Verteilung und einen besseren Austausch zwischen den Planungsregionen München und Oberland. Zweiter Bürgermeister Gerhard Heimerer (CSU) brachte es auf den Punkt: „Warum bauen wir Windräder nicht auf den Wendelstein? Nur wegen der Touristen?“
Die Gemeinde würde die Bereiche akzeptieren, die nicht unmittelbar an die Ortschaft bzw. Ortsteile angrenzen. Man könne das Vorhaben nur steuern, aber nicht verhindern. Man müsse in einem Abwägungsverfahren gute Gründe aufzeigen, warum aus Sicht der Gemeinde gewisse Gebiete nicht
in Frage kommen, so Bürgermeister Michael Falkenhahn.
Max Ruf (SPD) ergriff in der Gemeinderatssitzung am 25.03. das Wort und meinte sinngemäß, dass man schauen sollte, nicht wie man das Vorhaben verhindern, sondern wo man Unterstützung anbieten könnte - "wir leben in Zeiten einer Energiewende und sollten uns für den Bau der Windräder aussprechen". Die Grünen (Hildegard Huil und Thomas Hogger) unterstrichen Max Rufs Ansichten mit Beifall.